Finley7
SEMINAR MIT WORKINGTESTAUFGABEN

Bericht von Fine

„Mein erster Workingtest – und Frauchen muss definitv an ihrer Steadiness arbeiten“

Es ist Samstag, 16. März 2013, und Frauchens Wecker zeigt 6.00 Uhr – und er klingelt. Komischerweise ist Frauchen direkt wach und irgendwie aufgeregt. Ist denn heute etwas besonderes? Sicherheitshalber warte ich einmal geduldig in meinem Körbchen und sondiere die Lage; Herrchen wird aus dem Bett gescheucht, die dicken Schneeklamotten werden angezogen (ah es geht wohl raus), Butterbrote werden geschmiert (ungewöhnlich) und Taschen werden gepackt. So langsam wird mir klar, heute ist kein normaler Tag und da geht es auch schon los. Ich freue mich, obwohl ich noch nicht so genau weiß was heute los ist (aber Kathrin, meinen Trainerin, sagt immer: dass ist typisch Labrador). Ab geht es ins Auto, in meine Box, während der Fahrt habe ich einen schönen Ausblick Schnee, Schnee soweit wie das Auge reicht Schnee. Zwischen durch höre ich Frauchen und Herrchen diskutieren ob dieser Weg der richtige ist – aber wohin??? Da geht der Kofferraum auf und ich höre eine bekannte Stimme und rieche bekannte Hundedüfte, ich ahne…

Oh, eins weiß ich nun mit Sicherheit, diese Stimme bedeutet „Viel Spaß, Arbeit und DUMMYS“ aber irgendwas ist dennoch anders, Frauchen ist so aufgeregt… Aber zuerst tun Menschen, was sie am besten können: reden, reden, reden… Für mich heißt es warten.

Meine Hundekollegen sind auch schon da und warten, genauso wie ich. Wenn ich es richtig verstehe, dann haben wir heute einen Workingtest – mit Punkten und Bewertungen für unser Können. Das würde auch die Aufgeregtheit von Frauchen erklären. Aber für uns Vierbeiner ist das doch alles gar kein Problem – Dummy fliegt und wir laufen, so wie
immer.

Fine3Jetzt habe ich fast den Start verpasst, die erste Übung hat schon angefangen: Doppelmarkierung in einem Unebenen Gelände – das bekomme ich hin. Nach den Übungen darf ich wieder in meine Autobox, kurze Verschnaufspause.

Es folgt eine neue Übung nach der anderen. Nach den Übungen stellen die Menschen sich immer zusammen und reden mal wieder. Ich habe aufgepasst, Frauchen und ich, bekommen dann eine Bewertung. Jetzt verstehe ich auch warum Sie heute morgen so aufgeregt war… ich habe jetzt Pause und meine Kollegen sind dran.

Mit jeder Übung werden die Aufgaben schwieriger und so langsam werde ich richtig müde. Ich muss mich schon sehr konzentrieren, ich darf nicht einspringen, fiepen darf ich nicht und gerade Linen soll ich auch noch laufen.

Aber ich bin mir sicher, wir werden es schaffen, wir also Frauchen und ich, müssen nur zusammen halten. Und ich wette mit euch, dass mein Frauchen aus jeder Übung dass mitnimmt, was ich die nächste Woche Tag ein und Tag aus lernen muss. Aber so ist das im Leben eines Labradors, man muss alles 20.000 mal wiederholen, sodass es auch in stressigen Situationen sitzt (Weisheit meiner Trainerin).

Die Hälfte des Tages ist geschafft: In der wohl verdienten Mittagspause gibt es selbstgebackenen Kuchen, Frikadellen und belegte Brötchen (natürlich nur für die Menschen).

Anschließend geht es in ein neues Gelände, ein Waldstück. Glück gehabt, die Anfangsübungen sind wieder einfacher und ich bin auch ausgeruht.

Das ist gut gegangen, alle haben Ihre Dummys gebracht und unsere Menschen sind happy.

Als nächstes kommen (so glaube ich zumindest) die Lieblingsübungen der Menschen. Alle Helfer beim Workingtest dürfen durch den Wald rennen und Krach machen, mit einer Pistole, dem Klappholz und der Entenpfeife… man, man, man da soll mir noch mal einer sagen mein Bellen wäre zu laut. Anschließend dürfen wir im gleichen Waldstück die große Suche machen, 3 Dummys müssen wir suchen, apportieren und zu Frauchen bringen, das ist Schwerstarbeit. Zum Glück – oder soll ich sagen „leider“, ich weiß es nicht, aber ich bin total müde – ist der Workingtest nun zu Ende.

Der Tag hat Spaß gemacht, ich habe viel gelernt (Frauchen auch) und jetzt freue ich mich auf die lange Rückfahrt, denn da kann ich schlafen, schlafen, schlafen… Bis zum nächsten Mal, ich freue mich schon!

Eure Fine

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